Die Vorbereitungen zum diesjährigen 1. Mai in Stuttgart laufen auf Hochtouren
In den letzten Tagen wurde in verschiedenen Stadtteilen Stuttgarts plakatiert. Gesprühte Parolen für die 1. Mai-Demo finden sich unter anderem an zentralen Zufahrtstraßen nach Stuttgart. Bei verschiedenen kulturellen Veranstaltungen, unter anderem beim „Feine Sahne Fischfilet“-Konzert wurden größere Mengen Flyer und Zeitungen unter die ZuhörerInnen gebracht. An tausende Haushalte in Stuttgart-Heslach wurden Flyer verteilt, in denen zu den verschiedenen Veranstaltungen, die Demos am 1. Mai und zum anschließenden Straßenfest am Linken Zentrum Lilo Herrmann eingeladen wird.
Bei einem Basteltreffen wurden Transparente, Fahnen und verschiedene Schilder für die Demo gebastelt.

Was bisher geschah
Am vergangenen Samstag fand eine erste Mobilisierungstour durch Stuttgart statt. In Stuttgart-Ost wurden ettliche 1.Mai-Zeitungen an PassantInnen verteilt. Durch kurze Durchsagen wurden die BürgerInnen über Hintergründe zum Tag der Arbeiterinnen und Arbeiter informiert. Eine weitere Kundgebung im Stuttgarter Osten beschäftigte sich mit den steigenden Mieten im Viertel und Proteste dagegen. Nach gut anderthalb Stunden wurde die Tour in Stuttgart-Feuerbach fortgesetzt. Auch am Wilhelm-Geiger-Platz gelang es, BürgerInnen über die geplanten Aktivitäten zu informieren. Mit Straßenmal-Aktionen und offensivem Zeitungsverteilen wurde der Relevanz des historischen Kampftages Ausdruck verliehen. Auch der Infotisch wurde mit regem Interesse angenommen – Mobimaterial, Broschüren, aber auch Bücher zu relevanten Themen wie etwa dem bundesweiten Rechtsruck, Rassismus, aber auch zu Arbeitskämpfen, Frauenkampf und fortschrittlichen Projekten lagen aus. Die Polizei versuchte schon ab dem ersten Stop am Ostendplatz die Kundgebungen zu behindern und war auch in Feuerbach energisch damit beschäftigt, sich neue angebliche Verbote wie einem Straßenmalkreide-Verbot oder zu lauter Musik aus den Fingern zu saugen. Die KundgebungsteilnehmerInnen ließen sich allerdings nicht beirren und führten die Aktionen wie geplant durch.
Am Abend wurde auf dem zentralen, belebten Marienplatz im Stuttgarter Süden mit einer Kundgebung mit Reden und elektronischer Musik weiter für die 1. Mai-Aktivitäten geworben.

Heute wurden trotz des Bahnstreiks mehr als tausend 1. Mai-Zeitungen der Perspektive Kommunismus in S-Bahnen an die Menschen verteilt, die zur Arbeit, zur Universität oder zur Schule fahren.
Ettliche Plakate in der Innenstadt, sowie in vielen Stadtteilen Stuttgarts weisen auf den Antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo und die anschließende Revolutionäre Demonstration hin.
Die kommenden Tage werden wir voll nutzen, um die Mobilisierung in der Stadt und Region noch präsenter zu machen.
Fotos zu den bisherigen Aktionen gibt’s hier zu sehen.

Wie’s weiter geht
Diesen Samstag, den 25. April wird es weitere Infotische in verschiedenen Teilen Stuttgarts geben. Die zentrale Kundgebung wird dabei ab 14:30 Uhr am Marienplatz stattfinden.
Abends findet um 19:00 Uhr die Veranstaltung “1. Mai – Kampf- oder Feiertag” im selbstverwalteten Stadtteilzentrum Gasparitsch statt.
Am kommenden Mittwoch, 29. April ab 19:00 Uhr findet ein Vortrag und Diskussion mit dem Faschismus- und Holocaustforscher Kurt Pätzold unter dem Titel “70 Jahre Befreiung vom Faschismus” im Linken Zentrum Lilo Herrmann statt.

Weitere Infos, wie die Demoroute und eine EA-Nummer werden in der kommenden Woche veröffentlicht.