Kulturkundgebung als Auftakt des 1. Mai-Wochenendes

Im Stuttgarter Süden wurde das Wochenende zum 1. Mai hin gestartet: Politische Debatte und Aktion, linke Kultur und Treffen der StadtteilbewohnerInnen. Auf dem Erwin-Schöttle-Platz im Stadtteil Heslach fand eine „Kulturkundgebung“ statt. Flankiert wurde diese von Aktionen in den angrenzenden Vierteln.

Die Kulturkundgebung begann um 16 Uhr. Im Redebeitrag der Initiative Klassenkampf wurde die Gentrifizierung und die damit einhergehende Verdrängung in den zentralen Stuttgarter Stadtteilen thematisiert. Auch in den südlichen Quartieren sind Aufwertungsprozesse ein präsentes Thema. Durch die Aufwertung der Böblinger Straße wird das Viertel für sozial besser gestellte MieterInnen interessant.

Ein Flashmob zu den Kämpfen in der Pflege wurde bereits auf der Kundgebung angezettelt. TeilnehmerInnen zogen in OP-Kleidung durch den Stadtteil. Auf dem Maifest auf dem Marienplatz wurden hunderte Flyer verteilt. Die Aktion knüpfte inhaltlich an eine Mobilisierungsinitiative an den Stuttgarter Kliniken an. Mit Transparent, Aushängen und Mobivideo wurde der Bogen von den alltäglichen Kämpfen der Krankenhausbeschäftigten zur Notwendigkeit eines revolutionären Umwälzungsprozesses gespannt.

Das Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung thematisierte in einem Redebeitrag den Zusammenhang zwischen Flucht und Krieg. Die Initiative Kurdistan Solidarität führte ein Theaterstück vor. Dieses thematisierte die Kooperation zwischen der Türkei und Deutschland bei Rüstung und Repression.

Kultureller Höhepunkt war der Auftritt das Rap-Trios Gypsi Mafia aus Schwäbisch-Gmünd. Die vorwiegend auf serbokroatisch rappende Band sorge für Stimmung auf dem Platz. Über den gesamten Zeitraum hinweg gab es außerdem eine Kinderhüpfburg und verschiedene Spielangebote.

In den Abendstunden fand zudem eine Outingaktion bei dem AfD Lokalpolitiker Ernst Udo Abzieher statt, der die Rechtspopulisten im Bezirksbeirat Stuttgart Süd vertritt. Mit Parolen wie „Nazis raus aus unseren Vierteln“ zogen die AntifaschistInnen vor das Haus in der Frauenstraße 3, wo der rechte Aktivist wohnt.

Auf dem Erwin-Schöttle-Platz wurden derweil verschiedenen Videoclips zu internationalen Kämpfen und den sozialen und politischen Auseinandersetzung in der BRD gezeigt. Im Anschluss an die Kulturkundgebung fand im Linken Zentrum Lilo Herrmann ein Tresen mit Essen, Drinks und DJanes statt.

Am 1. Mai selber beginnen die Aktivitäten um 10 Uhr mit der antikapitalistischen Beteiligung auf der Gewerkschaftsdemo. Die Revolutionäre 1. Mai-Demo beginnt um 11:30 Uhr auf dem Schloßplatz. Im Anschluss findet im Linken Zentrum Lilo Herrmann ab 14:00 ein internationalistisches Fest statt.

 


 

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