In den letzten Jahren tut sich viel. Vor allem viel Schlechtes. Weltweit folgt ein Krieg dem anderen und die Zahl der hungernden Menschen nimmt zu. Auch in Europa fühlen immer mehr Menschen, wie sich die Reichen auf ihren Schultern bereichern – die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander.

Die Sündenböcke sind schnell gefunden und für MigrantInnen werden noch schärfere Gesetze geschaffen. Rechte Akteure heizen die Stimmung weiter an, kanalisieren die Unzufriedenheit in die falsche Richtung und versuchen die ArbeiterInnen unter anderem in Deutsche und Nicht-Deutsche zu spalten und eine gemeinsame Bewegung zu schwächen.

 

Großunternehmen wurden mit Leiharbeit, Werksverträgen und verschiedenen Lücken zur Aushöhlung des Mindestlohnes weitere Möglichkeiten gegeben, die arbeitende Klasse zu spalten und auszubeuten. Parallel dazu steigen die Mieten und Preise für den öffentlichen Nahverkehr stetig an. Wenn wir uns damit weder abfinden noch resignieren wollen, bleibt nur eine Alternative: Aktiv werden, kämpfen und sich organisieren!

Die großen Tarifauseinandersetzungen sowohl im öffentlichen Dienst, wie auch bei der Metallindustrie, haben uns erneut deutlich gezeigt: Die Kapitalisten werden uns nichts schenken. Wenn wir uns aber zusammentun und entschlossen sind, können wir etwas erreichen!

Viele Themen – ein Kampf!

Der Kampf gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft, gegen Krieg und Militarisierung nach Innen, der Kampf gegen die Benachteiligung und Unterdrückung von Frauen, sowie der Kampf um bessere Löhne und eine kürzere Arbeitswoche wirken auf den ersten Blick getrennt. Im Kern sind aber alles reale Kämpfe zur Verbesserung der Lebensbedingungen eines Großteils der Bevölkerung – oder zumindest der Kampf gegen eine weitere Verschlechterung.

Sie eint, dass der Kapitalismus eben all diese Ungerechtigkeiten hervorbringt, zu Lasten Vieler und zum Vorteil einer Klasse aus Firmenbesitzern, Multi-Milliardären und einer politischen Elite. Wir müssen diese Kämpfe als die unseren erkennen und zusammenbringen.

Nehmen wir es in die Hand!

Wir haben die Illusion verloren, auf nette Kapitalisten zu hoffen oder etwas zu gewinnen, in dem wir uns gut mit ihnen stellen. Letztlich werden wir den Kapitalismus nicht über Sozialpartnerschaft, also eine ausgehandelte Zusammenarbeit mit den Kapitalisten, überwinden, sondern nur durch unsere Entschlossenheit und die Zusammenführung der verschiedenen Kämpfe!

 

Der Ellenbogenmentalität und Konkurrenzgesellschaft stellen wir eine Perspektive auf der Basis von Solidarität entgegen: Statt profitorientierter Wirtschaft eine Planung nach dem Bedarf der Menschen. Kollektive Mitbestimmung in Betrieb, Gesellschaft und Verwaltung. Eine lebendige Diskussionskultur und eine Bildung für das Leben statt für die Vermarktung.

Der Kapitalismus hat keine Fehler, er ist der Fehler!

Am Ersten Mai auf die Strasse! Beteiligt euch am Antikapi-talistischen Block auf der DGB-Demonstration! Bringt 

FreundInnen und KollegInnen mit!

[Auszug aus dem Aufruf…]

Hier zur Website www.antikapblock.info